Montag, 24. März 2008

Viva Las Vegas

Guten Tag,
nach San Diego sind wir wie gesagt nach orden um uns mit so Maedels aus Flagstaff zu treffen, von wegen Spring Break und so...ich hab mir das auch dementsprechend vorgestellt: Campingplatz mit lauter verrueckten, betrunkenen, lauten, leicht bekleideten, feierwuetigen, jungen Menschen. Naja, bis auf Camping hat sich nichts bewahrheitet, war also nicht so toll. Auf dem Weg dort hin waren wir noch ein bisschen Mountainbiken. Der Flo durfte dann noch 2 Stunden Radeln dranhaengen, weil ich meine Cam in San Diego hab liegen lassen und nochmal 100km fahren durfte.
Was an diesem Campingausflug ganz witzig war ist die Tatsache, dass wir die Leute dort gefunden haben ohne dass wir mit ihnen telefoniert haben oder den Namen des Campingplatzes wussten.
Von dort aus sind wir dann also nach Las Vegas. Tagsueber sieht das alles irgendwie laecherlich und affig aus. In der Nacht is es schon besser, aber so richtig begeistern tut uns die Stadt nicht. Heute geben wir uns noch die Hotels am Suedstrip und dann gibts demnaechst ein buntes Las-Vegas-Album.
Gestern war allerdings ein super Tag: Wir sind 15 Meilen aus Vegas rausgefahren und sind so nen trockenen Flusslauf raufgewandert/geklettert, war so ne richtig schoene Mischung aus Hiken und Klettern, hat sich wirklich getaugt.
Gesundheitlich waren das jetzt echt ein paar harte Tage fuer mich: Erst hat die Sonne meine Haut ruiniert, dann meine Birne zu Matsch gebraten (auf dem Weg nach Vegas war mir end uebel) und beim Kletterspass hab ich dann einen meiner eh schon zerstoerten Zehen endgueltig verloren.

Sorry ihr zarten Gemueter da draussen, aber diesen Zeh wollt ich einfach herzeigen...

Gruss aus dem Land, in dem es auch Drive-Thru-Bankautomaten gibt

Mittwoch, 19. März 2008

San Diego

Gestern sind wir dann also von Phoenix nach San Diego gefahren. Da war landschaftlich mal wieder ziemlich Bizarres geboten. Einmal sind wir ueber so einen Berg drueber, der ausgesehen hat, als ob irgendjemand Millionen von Tonnen an Geroell in die Wueste gekippt hat, weiss net ob mans aufm Bild erkennt. Kurz nach Yuma (fuer den maximal einen, ders nachschaut...dadurch werdens aber vielleicht doch mehrere nachschauen...aber jetzt gibts vielleicht wieder welche die's aus Trotz nicht nachschauen...ach, schaut so und so keiner nach) mal fuer 2 Meilen so richtig Sandwueste. Aber meistens natuerlich flach, ein paar Steine, Kakteen und ganz viel gar nix. Angekommen sind wir mit dem Sonnenuntergang, war ziemlich cool, so ca 3 Minuten bevor sie verschwunden ist, am Strand angekommen.
Da Amerikaner gerne feiern und sich dabei gerne komische Gewaender anziehen (ich hab gehoert davon gibts bei uns auch ein paar) feiert man hier den St Patricks-Day. Ich glaub die ham keine Ahnung wer das war, was der so gemacht hat und wer oder was Irland eigentlich ist, aber man trinkt halt gerne Bier und das "Patrick was a Saint, I ain't" - T-Shirt dekoriert den Bier-Baauch so schoen. Das Treiben ham wir uns gestern noch a bisserl angeschaut, bevor wir uns bequemst im Porsche gebettet haben. Der Flo hat heute weiss Gott was gemacht und ich hab mich einen Besuch im San Diego-Zoo insgesamt 27,50 USD kosten lassen, aiai. Is aber echt cool da, Fotos gibts im Album.
Morgen gehen wir Schnorcheln, Ausruestung und Neopren-Anzug (hat 15 Grad das Wasser) gibts von der wirklich coolen Family hier. Vielleicht dann noch 1-2 Stunden ein Surfbrett ausleihen, ma guggn.
Gruesse aus dem Land, in dem 9 von 10 Pissoirs theoretisch auch auf den Knien zu meistern waeren

Nochmal Arizona

Irgendwie sind so
Querverweise auf einen anderen Blog daemlich. Wenn man sich das irgendwann mal selber anschauen will oder ihr spaeter, dann ist das verwirrend.
Also gibts hier nochmal Geschichten aus Arizona:
Wir sind - oh Gott fuehlt sich das grad lang her an - irgendwo im Norden von Arizona umgeben von Rindsviehern aufgewacht, sind nach Flagstaff gefahren und haben dort fuer ein paar Tage gewohnt. Kleines Haeuschen, viele verschiedene Leute, die immer ein und aus gingen, ne anstaendige Party, Flo durfte ein Auto reparieren, von dort aus haben wir den Grand Canyon erkundet, ne Einladung fuer ne Spring-Break-Party bekommen, ich hab kaputt-getrocknete T-Shirts ersetzt, fuer 1 USD das Stueck im Second-Hand-Laden, wir haben in selbigem Golfschlaeger gekauft...eigentlich recht viel fuer die paar Tage.
Dann sind wir ueber Sedona nach Phoenix. Phoenix is ein mega-riesen-Arschdorf. 100*100 Kilometer, abgesehen von Downtown gibts keinen 2. Stock, Strassen end breit, Bevoelkerungsdichte von 1200 (fuer ne Stadt voll wenig), viele Mexikaner. Dort haben wir Golfbaelle eingekauft (500), um sie im Laufe der Zeit uebers Land zu verteilen. Da haben wir mal nen kleinen Ausflug nach Tucsoon gemacht (einfach ueber 100 Meilen). um festzustellen, dass der Flugzeug-Schrottplatz militaerisches Sperrgebiet ist. Dieser Tag haette mit 2 Double Cheeseburger zum Fruehstueck und 2 Double Double Whopper zu Mittag eigentlich der ultimative Burger-Tag werden sollen, aber Gratis-Sushi-Day in einem eigentlich recht schicken Restaurant hat uns da nen Strich durch die Rechnung gemacht.
Bilder gibts im neu angelegten Fotoalbum. Ja, ich hab festgestellt, dass man euch stets mit Text- und Bildmaterial fuettern muss, um virtuelle Liebe und Zuneigung zu bekommen...

Gruss aus dem Land, in dem sich der Wechsel auf die Sommerzeit, als hoch-komplizierte Herausforderung entpuppt

Freitag, 14. März 2008

Arizona

Da wir ja jetzt zu zweit sind, haben wir die Moeglichkeit uns einiges zu teilen. Da waeren zum Beispiel Spritgeld, die Fahrerei, die Couchsurfing-Anfragen, Supersize-Packungen aller Art und natuerlich die muehsame Arbeit des Blogs. In diesem Sinne, mein Tip an dieser Stelle: 
wo-ist-flo.blogspot.com

Gruss aus dem Land, in dem 75 mph das hoechste aller Gefuehle sind

Montag, 10. März 2008

Utah

Hallo ihr zahlreich zu Hause gebliebenen,

wir sind jetzt also in Utah. Diejenigen, die jetzt witzige Geschichten ueber Mormonen, Extremchristen, Vielweiberei und sonstwas erwarten, muss ich leider enttaeuschen. Wir sind im Sueden und kriegen davon nichts mit. Wir verfahren hier billigen Sprit, bewundern Nationalparks und muessen immer wieder feststellen wie schnell zunaechst endlos scheinende Landschaften sich dann doch veraendern koennen. Heute wollten wir zum Beispiel aus dem Canyonlands-Nationalpark rausfahren und zwar ueber eine andere Route wie rein. Diese Route ging durch einen National Forest und da sind wir dann im Schnee stecken geblieben und mussten umkehren. Was Tiere angeht, war die Ausbeute bisher relativ mager: Raben, Streifenhoernchen, Stinktiere (bisher nur ueberfahrene), Rinder, Hasen, nix spannendes also. Die Highlights, die die Gegend hier angeblich zu bieten hat, haben wir versaeumt: Klapperschlangen, Kojoten, Bergloewen. Sogar die Indianer haben sich so gut versteckt, dass wir sie nicht gesehen haben. Die Bergloewen sind glaub ich echt nur Legende, davon haben sie nichtmal Fotos in den Visitor-Centern, im Gegensatz zu den anderen Tieren. Es gibt aber zahlreiche Warnschilder, die auf sie hinweisen. Diese verraten einem wie man mit diesen zarten Geschoepfen umgehen soll: "If it fights, fight back!!"

Was die Nationalparks angeht, also Arches und Canyonlands, sprechen die Bilder wohl fuer sich:





arschgeil, oder? ....fanden wir auch....




Das Auto ist uebrigens auch arschgeil!! .... wir sowieso




Das war arschgefaehrlich ;) ...und ihr war arschlangweilig.


Kleiner fotografischer Nachtrag zum Skibiken.
Der nette Herr in Orange ist Mr. Wild in Aktion!!


Das ist eines der "Couchsurfing"-Bilder, die wir in Williamsburghgemacht haben. Mein erster Host Eric und meine Wenigkeit.
Gruesse aus dem Land, in dem man stets fuer sein Bier kaempfen muss









































Freitag, 7. März 2008

Colorado...

...ist genau so wie ich mir das vorgestellt hab. Die Landschaft ist irrsinnig trostlos, es gibt sogar "Heute-nix-los-Ballen", am Horizont sieht man die Rockies, Strassen sind saubreit, Autos sind im Schnitt 6 Meter lang, haben wohl eine laengere Lebenserwartung wie die Haeuser hier, die auch alle einen gepflegten Sicherheitsabstand voneinander haben. So richtig freie Flaeche gibt es aber auch nicht, ueberall ein bisschen was: Ein typisch amerikanisches Haeuschen hier, ein Schrottplatz da, sonstige Autofriedhoefe, Autohaendler, undefinierbare Huetten und Baracken sieht man auch immer wieder und nicht zu vergessen das goldene M und seine hier meist mexikanischen Fast-Food-Freunde.
Am Mittwoch bin ich hier angekommen, wurde mit einer Stunde Verspaetung abgeholt, weil Flos Auto - im naechsten Post wird es vermutlich schon ganz stolz "unser Porsche" heissen - nicht mehr wollte. Er hats aber wieder irgendwie hinbekommen. Wen genauer interessiert was das war und wie er das gemacht hat, kann sich das bei wo-ist-flo.blogspot.com anschauen, mir ist das ziemlich egal, Hauptsache er faehrt.
Gestern waren wir Skibiken, das is mal end geil, hoff ich kann da noch irgendwie Fotos nachreichen, ich selbst hab keine gemacht. Das ist ungefaehr ein Mountainbike mit Snowblades statt Reifen. Ist auch echt erstaunlich gut gegangen. Da mein Mittwoch 26 Stunden gedauert hat und wir gestern knappe 5 Stunden nur gepennt haben, hab ich heute demnach ca 12 Stunden gepennt und unter Tags nochmal 4 oder so, auf alle Faelle sehr lange.
Morgen rocken wir dann nach Utah, in die Gegend von Arches-Nationalpark. Im Sueden von Colorado gaebs noch so einen Sandduenen-Nationalpark, aber der Umweg waer zu gross.
Das Kamerakabel ist uebrigens aufgetaucht, hab aber grad keine Lust das ganze Zeug auszupacken, anzuschliessen, Fotos auswaehlen, hochzuladen, usw. Also muesst ihr auch auf die Couchfotos warten.
Bis denne jul

Dienstag, 4. März 2008

In Williamsburgh

Guten Tag ferne Heimat,
da ich heute mal ueberhaupt keinen Bock hab irgendwas zu machen - was daran liegen koennte, dass es regnet - hab ich mir gedacht ich koennte mal wieder was schreiben. Wohnen tu ich derzeit bei zwei Maedels in Williamsburgh, das is so ein hippes Viertel in Brooklyn, oestlich vom East-Village in Manhattan. Hier wohnen nur junge Menschen und Hispanics. Gestern war der mit Abstand teuerste Abend bisher, war aber echt witzig. Sind von hier ca 25 Blocks in den Norden geradelt (mein Radel hab ich mir von nem Nachbarn ausgeliehen, der es ziemlich ungeschickt angekettet hat, dafuer haben wirs ihm aufgepumpt) zum Bowlen. Dabei waren meine momentane Hostesse (das ist hier das weibliche Wort fuer Host, in Deutsch gibts das glaub ich nicht, also das weibliche Wort fuer Host, Hostesse gibts ja schon, aber halt mit anderer Bedeutung) und mein erster Host. Die beiden kennen sich nicht ueber Couchsurfing-Zeug. Tja, so klein is New York. Ich schreib dem Eric grad ne E-Mail, ob er denn nochmal Zeit hat irgendwas zu machen und 5 min spaeter steht er in der Tuer, schon witzig. Auf der Strecke, die wir da gestern gefahren sind, am East-River entlang, machen die am Samstag ein Promille-Radlrennen, aber da bin ich ja leider nimmer da. Am Heimweg haben wir dann noch witzige Bilder mit einer Gammelcouch am Wegesrand gemacht, die ich aber leider nicht hochladen kann, weil ich das Kabel wohl in Sued-Brooklyn vergessen hab. Baeh, jetzt darf ich da morgen nochmal runterroedeln und das holen, naja, hoffentlich tauchts wieder auf irgendwo.
Eigentlich wollt ich jetzt nochmal ins Museum of Natural History, aber irgendwie bin ich traege heute. Dann wollte mir noch ein Guyaner heute evtl so ein Carribean-Viertel hier zeigen, aber die sind bei dem Wetter bestimmt alle zu Hause heute und die Strassen sind leer.
Hab jetzt angefangen "Secret Diary of Adrian Mole" zu lesen. Der ein oder andere hat das sicherlich in der Mittelstufe gelesen. Is echt recht witzig, aber is halt British English und die ganzen Slang-Sachen unterscheiden sich schon von dem was sie hier so reden. Nachdem ich letzte Woche sagenhafte 50 Chicken-Nuggets fuer 3 USD gekauft hab, hab ich gestern wieder zugeschlagen: 10 Turkey-Wuerstchen - fuer die Mikrowelle versteht sich - fuer 2 USD und dazu ca 20 Minibananen fuer 99 cent. Beides ziemlich nah an der Schmerzgrenze, auf welcher Seite davon ist wohl je nach Betrachter unterschiedlich. Ach ja, dann wollte ich heute noch in die Upper Westside, da ist ein Mausuleum und eine Kirche mit dem groessten Glockenspiel der Welt (ich befuerchte es gibt ca 35 Kirchen mit dem groessten Glockenspiel der Welt), da kann man hoch und hat ne recht gute Aussicht auf Midtown, Central Park und Harlem. Naja, aber Aussicht is heute eh nicht bei der Siffe und Lust hab ich auch nicht wirklich. Ausserdem wollte ich noch auf die Williamsburgh-Bridge zum Fotos machen, weil das geht aus der fahrenden u-Bahn nicht gescheit, aber auch hier durch kreuzt das Wetter und meine unendliche Faulhei des heutigen Tages, welche das Wetter als willkommene Ausrede missbraucht, meine urspruenglichen Plaene. Jaja, es haette ein wirklich actionreicher Tag werden koennen. Immerhin geh ich heut Abend zum Eric in die Pizzaria, Dienstag is Gratis-Pizza-Tag, weil der Chef da nicht da ist. Danach wird das gesparte Geld in Bier verwandelt, welches hier viel zu wenig Kohlensaeure hat, schmeckt immer ein bisschen nach letzter Woche. Montags sogar noch aelter. Bier gibts hier uebrigens auch in Pitchern, voll abgedreht. Natuerlich sind die aus Plastik, genau wie die Becherchen, die man dazu bekommt.
Das solls mal gewesen sein fuer heute
Gruss Jul